Ortsgruppe der Wasserwacht Illschwang strebt eine Wiederbelebung der Aktivitäten an

Ortsgruppe der Wasserwacht Illschwang strebt eine Wiederbelebung der Aktivitäten an

Von Norbert Weis

Keine leichten Jahre liegen hinter der Ortsgruppe der Wasserwacht Illschwang. Dies hat verschiedene Gründe, wie Bettina Link, seit mittlerweile neun Jahren die Vorsitzende, gegenüber Oberpfalzmedien erläuterte.

Ein gravierender Einschnitt war 2020 der Ausbruch der Corona Pandemie. Die damit verbundenen Einschränkungen führten dazu, dass es kaum noch Aktivitäten gab. Es war schwierig, sich als Ortsgruppe der Wasserwacht zu treffen. Es war damals auch nicht mehr möglich, Schwimmkurse anzubieten. Dies bedeutete, so Link, dass die Zahl der aktiven Wasserwachtler schrumpfte. Die Vorsitzende merkte an, dass, schon vor Corona, bei manchen Mitgliedern das Interesse zur Übernahme von Aufgaben nachgelassen hatte. Gegründet wurde die Ortsgruppe 1973, ein Jahr bevor das Freibad in Illschwang eröffnet wurde,

Erst im Jahr 2022 konnte wieder ein Schwimmkurs angeboten werden. Doch ein volles Durchstarten der Ortsgruppe war auch dann noch nicht möglich. Eine Rolle spielte dabei, dass Bettine Link, aus familiären Gründen, ihre Aktivitäten in der Wasserwacht auf ein Minimum reduzierte.

 In letzter Zeit gab es immer wieder Fragen von Eltern und Kindern, ob es nicht wieder regelmäßige Angebote, für ein Schwimmtraining geben könnte. Das bisherige tolle Badewetter in dieser Saison spielte dabei sicherlich auch eine Rolle. Die Vorstandschaft machte sich Gedanken, wie man den vorgetragenen Wünschen entsprechen könnte. Von Vorteil, so Bettine Link, war es, dass die Kinder der Wasserwachtmitglieder inzwischen älter geworden sind und einige von ihnen bereit waren, Verantwortung zu übernehmen.

 Das Freibadfest am 1.August, aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der Freizeiteinrichtung, gab der Ortsgruppe einen Schub nach vorn. Die Wasserwacht brachte sich mit verschiedenen Aktivitäten in das Programm ein, wobei die Resonanz der Besucher ausgesprochen positiv war. So wurden die Kleinsten im Planschbecken mit Spielgeräten beschäftigt. Auf der neuen Wasserkrake waren die Kinder beim Kraken Wettkampf mit Begeisterung bei der Sache. Die Wasserwachtler selbst zeigten verschiedene Demonstrationen: Rettung eines Wirbelsäulenverletzten mit dem Spineboard und eines erschöpften Schwimmers mit einem Wurfsack.

Das aktuell aktive Wasserwachtsteam, bestehend aus acht Personen (siehe Bild), will in Zukunft die positive Resonanz nutzen. Insgesamt gehören zur Ortsgruppe 44 Mitglieder. So gibt es in den Sommerferien, jeweils am Dienstag von 18 bis 19 Uhr ein Schwimmtraining für Kinder und Erwachsene. Auch für danach, bis das Freibad für heuer schließt, ist eine Fortführung angedacht, allerdings stehen die Zeiten noch nicht genau fest.

 Auf Grund der Erfahrung eines plötzlichen Ausfalls des Bademeisters entschlossen sich die Verantwortlichen in Zukunft für Erwachsene eine Ausbildung zum Rettungsschwimmer anzubieten, um gegebenenfalls die Badeaufsicht zu unterstützen oder, falls erforderlich, die Badeaufsicht zu übernehmen. Gefordert, so Bettina Link, sind für das Deutsche Rettungsabzeichen Tauchen über 25 Meter, das Beherrschen von Rettungsgriffen, verbunden mit der sicheren Rettung und das Beherrschen von Reanimationsmaßnahmen. Bereits abgeschlossen wurde in diesem Jahr ein Schwimmkurs für Kinder mit 24 Teilnehmern. Der nächste ist für 2027 geplant. Die Vorsitzende sagte beim Gespräch mit Oberpfalzmedien: „Es wäre schön, wenn in Zukunft sich noch mehr Mitglieder aktiv bei der Illschwanger Wasserwacht einbringen.“ Nähere Informationen gibt es, per E-Mail: bettina.hufnagel@wasserwacht.bayern