20 März 85. Geburtstag von Rudolf Bär
An seinem 85. Geburtstag blickt Rudolf Bär auf ein Leben voller Engagement zurück: als Landwirt, Musiker, Gemeinderat oder Schöffe. Zahlreiche Gratulanten würdigen ihn für seine Verdienste.
Rudolf Bär wurde am 17. März 1941 auf dem Udlbauernhof in Reichertsfeld geboren. Er wuchs mit drei Geschwistern auf. In Illschwang besuchte er die Volksschule, dort wurde er auch konfirmiert. Im Anschluss an eine landwirtschaftliche Ausbildung half er am elterlichen Hof mit. Parallel dazu arbeitete er als Lkw- und Baggerfahrer beim Baugeschäft Kopp in Sulzbach-Rosenberg. Fünf Jahre war Rudolf Bär in der Maxhütte beschäftigt.
Ein schwerer Schicksalsschlag bedeutete 1977 der plötzliche Tod seines Vaters Johann Bär – damals Bürgermeister der Gemeinde Augsberg und Kreisbrandinspektor – durch einen Verkehrsunfall. Dies bedeutete: Rudolf musste von heute auf morgen den Hof übernehmen. 2006 übergab er den Hof an seinen Neffen Jürgen, den er weiterhin unterstützt.
Der Instrumentalmusik galt die besondere Zuneigung von Rudolf Bär. Als 16-Jähriger gründete er mit vier Gleichgesinnten den Illschwanger Posaunenchor. Mit 21 Jahren übernahm er von Diakon Frieß die Leitertätigkeit. Bis 1992 war er in dieser Funktion tätig, ehe er zum Amberger Posaunenchor wechselte, der damals kurz vor der Auflösung stand. Als Leiter stellte er den Chor wieder auf eine gute Basis. 2017 legte er die Leitung in jüngere Hände. Bis 1999 war er auch stellvertretender Bezirkschorleiter. Er war darüber hinaus aktives Mitglied der Kreisfeuerwehrkapelle, der Bergknappen Kapelle und der Egerländer Musikanten. Zu Hause kümmerte er sich um die musikalische Ausbildung der drei Söhne des Hoferben.
Von 1984 bis 2002 gehörte er dem Gemeinderat Illschwang an, dabei zeitweise als Fraktionsvorsitzender der UWG. Maßgeblich war er an der Flurbereinigung in der Altgemeinde Augsberg beteiligt, war im Jagdvorstand vertreten und bekleidete im BBV-Ortsverband das Amt des Obmanns. Bär war acht Jahre Schöffe beim Amtsgericht und weitere vier Jahre beim Landgericht. Er gehörte dem evangelischen Kirchenvorstand und der simultanen Kirchenverwaltung an. Der SV Illschwang und der Diakonieverein zählen ihn zu ihren Gründungsmitgliedern. 2018 erhielt Bär das Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten zur Würdigung seines Engagements.
Die Glückwünsche der Gemeinde Illschwang überbrachte der 2. Bürgermeister Benjamin Hiltl, der evangelischen Kirchengemeinde Pfarrer Thomas Schertel. Für den SVI gratulierte der stellvertretende Vorsitzende Werner Englhard. Eine Abordnung der Bergknappen Kapelle wünschte dem geistig fitten, vielseitig interessierten Jubilar ebenfalls alles Gute.
von Norbert Weis