- Werner Dehling
- Angfeld 1 92278 Illschwang
Das Ehrenamt der Feldgeschworenen entstand im 13. Jahrhundert in Franken. Dort erkannten die fränkischen Mark- und Feldgerichte, dass vor Ort Ansprechpartner nötig waren, die sich mit den lokalen Gegebenheiten auskannten und die Grenzbeaufsichtigung gewährleisteten. Gruppen von typischerweise sieben Feldgeschworenen wachten über die Einhaltung von Grundstücksgrenzen und sorgten durch Grenzsteinsetzung für deren Sichtbarkeit.
Das sogenannte „Siebenergeheimnis“ der Feldgeschworenen ist ein geheimes Zeichen oder eine Markierung, die unter dem zu setzenden Grenzstein angebracht wird. Die Zeichen sind von Kommune zu Kommune unterschiedlich und werden nur mündlich an den Nachfolger weitergegeben.
Der Gemeinderat bestellt in der Regel vier bis sieben Feldgeschworene durch Wahl. Nach dem Ausscheiden von Feldgeschworenen ergänzen die noch vorhandenen Feldgeschworenen die festgelegte Zahl mittels Nachwahl. Die Feldgeschworenen werden auf Lebenszeit bestellt. Die Feldgeschworenen wählen aus ihrer Mitte einen Obmann und einen Stellvertreter des Obmanns.
Feldgeschworene dürfen einmal gesetzte Grenzzeichen suchen und aufdecken, wenn ein Grundstückseigentümer dies beantragt. Ferner dürfen Feldgeschworene unter bestimmten Voraussetzungen Abmarkungshandlungen in eigener Zuständigkeit und Verantwortlichkeit vornehmen.
Ausführliche Informationen finden Sie hier: Gesetz über die Abmarkung der Grundstücke
Die Feldgeschworenen erreichen Sie über die Gemeindeverwaltung. In der Gemeinde Illschwang sind die folgenden Feldgeschworenen (Träger „Siebenergeheimnis“) aktiv: