Oktobersitzung 2025 des Gemeinderats Illschwang

Oktobersitzung 2025 des Gemeinderats Illschwang

Der Gemeinderat Illschwang beschloss die Anhebung der Grabgebühren für die Friedhöfe in Illschwang und in Bachetsfeld. Für Bachetsfeld fällt die Anhebung stärker aus. Die Gebühren in Illschwang waren bisher, im Vergleich zu den Nachbargemeinden, relativ günstig.

Frau Hahnemann von der Firma Kubus hatte, im Auftrag der Gemeinde, die Neukalkulation durchgeführt. Den Gemeinderäten lag die Satzung, mit den eingearbeiteten neuen Gebühren, zur Entscheidung vor. Für den gemeindlichen Friedhof in Illschwang gelten, ab 1.November, folgende Kosten pro Monat: Einzelgrab 44 €, Einzeltiefgrab 60 €, Doppelgrab 68 €, Doppeltiefgrab 84 €, Urnenerdgrab 38 €, Urnendoppelgrab 55 € und Stelenkammer 68 €. Die Gebühren für Bachetsfeld betragen: Kindergrab (bis zum vollendeten 6. Lebensjahr) 37 €, Einzelgrab 42 €, Einzeltiefgrab 59 €, Doppelgrab 64 €, Doppeltiefgrab 81 €, Urnenerdgrab 38 €, Urnendoppelgrab 55 € und Stelenkammer 68 €. Grundlage der Neukalkulation war eine Liegezeit von 20 Jahren. Zum Friedhof in Bachetsfeld merkte Bürgermeister Dieter Dehling an, dass die Gemeinde eine umfassende Sanierung der dortigen Friedhofsmauer durchführen lässt.

Ausführliche Diskussionen gab es im Gemeinderat bei den Tagesordnungspunkten, in denen es um die Baugebiete „Am Kuhberg II“ und „Flurstraße II“ in Illschwang ging. Ramona Nübler vom Landschaftsarchitekturbüro Neidl + Neidl erläuterte die Ergebnisse der Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung.

Das Baugebiet „Am Kuhberg II“, mit einer Größe von ca. 0,6 Hektar, befindet sich in privater Hand. Die Gemeinde hat dafür die Bauleitplanung übernommen. In der Oktobersitzung ging es um die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange, nachdem der Planentwurf zum zweiten Mal ausgelegt worden war. Der Aufstellungsbeschluss des Gemeinderats erfolgte 2023. Auf einem Teil der Fläche befindet sich ein Biotop, welches, nach den Vorgaben des Landesbunds für Vogelschutz und der Naturschutzbehörde beim Landratsamt unbedingt erhalten werden muss. Im Planentwurf ist, nach den Worten von Ramona Nübler, auch viel Ausgleichsfläche, mit ca. 4800 Quadratmetern, vorgesehen. Auf Wunsch der Regierung der Oberpfalz erfolgte eine weitere Ergänzung des Bedarfsnachweises für neue Baugebiete. Photovoltaik- oder Solaranlagen sind auf den Parzellen verpflichtend. Des Weiteren wurden Auflagen für den Artenschutz eingearbeitet. Der Gemeinderat billigte die entsprechenden Maßnahmen.

Das Baugebiet „Flurstraße II“, mit einer Größe von ca. 2 Hektar, hat die Gemeinde aus privater Hand erworben. Vorgesehen sind, nach der Planung, 20 Parzellen für Einfamilienhäuser und zwei Parzellen mit Mehrfamilienhäusern, welche sich im südlichen Teil des Baugebiets befinden. Je Parzelle sind zwei Vollgeschoße möglich. Pro Wohneinheit sind zwei Parkplätze zu schaffen. In der Oktobersitzung ging es um die Stellungnahmen, nach der ersten Auslegung. So wird der Forderung des Landratsamtes, bezüglich des Emissionsschutzes, entsprochen. Wegen zu erwartenden hohen Lärmaufkommens durch das nahegelegene Freibad, werden die Baugrenzen so verschoben, dass ein Abstand von 50 Metern gewährleistet ist. Entsprochen wird auch der Forderung des Wasserwirtschaftsamtes, bei Starkregen den Wasserabfluss zu gewährleisten. Vorgesehen ist ein Wall mit einer Flutmulde, welche von Bebauung freizuhalten ist. Das gedrosselte Wasser wird durch ein Regenrückhaltebecken in den zu erneuernden Kanal in der Wiesenstraße eingeleitet. Die Straße durch das neue Baugebiet soll eine Breite von sechs Metern erhalten. Die Räte stimmten den von Ramona Nübler vorgestellten Änderungen zu.

Keine Einwände hatte der Gemeinderat, bezüglich der Errichtung eines Einfamilienhauses in Hermannsdorf. Eine Sondervereinbarung mit dem Wasserzweckverband gilt es zu treffen.

Bürgermeister Dieter Dehling gab bekannt, dass sich der Abschluss des Glasfaserausbaus in der Gemeinde noch etwas hinzieht. Die Einweihung des Erweiterungsbaus von Feuerwehrhaus und Bauhof, sowie die Segnung des neuen Einsatzfahrzeugs für die Stützpunktfeuerwehr findet am Samstag, 13. Dezember statt.

von Norbert Weis