05 Jan. Neujahrsempfang 2026 der Gemeinde Illschwang
Einen Blick zurück auf wegweisende Entscheidungen des Gemeinderats Illschwang im Jahr 2025, aber auch einen Blick voraus auf bedeutsame Aufgaben im neuen Jahr warf Bürgermeister Dieter Dehling beim Neujahrsempfang im Feuerwehrhaus.
Begonnen hatte der Abend mit einem Besuch einer Sternsinger Gruppe aus der katholischen Pfarrei Illschwang. Nachdem sie ihre Segenswünsche vorgetragen hatten, baten sie die Anwesenden um eine Spende für Kinder in Not.
Der katholische Pfarrer Johannes Arweck wandte sich an die Gäste. Er nahm Bezug auf die evangelische Jahreslosung für 2026 „Siehe, ich mache alles neu!“ In einer Zeit, die von Hoffnung und Ungewissheit geprägt ist, mache Gott uns, auch in Illschwang, ein gewaltiges Versprechen. Daran würden auch die Sternsinger erinnern, wenn sie von Haus zu Haus ziehen. Mit dem Segen Gottes könne das neue Jahr begonnen werden.
Konkret sprach Pfarrer Arweck, die Ökumene als ein wichtiges Anliegen an. Es gebe hier fast gleichviel katholische und evangelische Christen, die seit Hunderten von Jahren die gleiche Kirche nutzen. In letzter Zeit habe es, zu verschiedenen Anlässen, immer wieder ökumenische Andachten gegeben. In Götzendorf und in Frankenhof werden zurzeit die Filialkirchen renoviert. Er dankte den vielen ehrenamtlichen Helfern, die dazu beitragen, etwas Neues zu schaffen.
Bürgermeister Dieter Dehling konnte Gäste aus dem politischen und kirchlichen Bereich, Ehrenamtliche aus den Vereinen, Repräsentanten der örtlichen Geldinstitute, Personen des öffentlichen Lebens, sowie aus dem Bereich der Unternehmen und Betriebe begrüßen.
Der Gemeinderat habe 2025 mutige Entscheidungen getroffen, um die Kommune zukunftsfähiger und lebenswerter zu machen. Dehling erinnerte an besondere Meilensteine. Durch die Erweiterung des Gewerbegebiets konnten Investitionen lokaler Betriebe gefördert und neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Der Ausbau der digitalen Infrastruktur schreite zügig voran, der Glasfaserausbau sei in einigen Orten weitgehend abgeschlossen. Durch die Offene Ganztagsschule werde für eine bessere Ganztagsbetreuung gesorgt und den Familien mehr Planungssicherheit ermöglicht. Mit dem Anbau an Bauhof und Feuerwehrhaus, sowie die Beschaffung eines neuen Einsatzfahrzeugs für die Stützpunktfeuerwehr sei ein Zeichen für die Sicherheit der Bürger gesetzt worden.
Mit der neugegründeten ILE Oberpfälzer Alb, zu der fünf Gemeinden aus dem westlichen Teil des Landkreises gehören, können Vereine zukünftig kleinere Projekte, durch ein Regionalbudget, leichter finanzieren. Durch den JC Pflegedienst, der seit Jahresmitte seinen Sitz im alten Rathaus hat, werde das soziale Netz weiter gestärkt. Die Angebote für Menschen jeden Alters, so Dehling, wurden weiter ausgebaut.
Zentrales Zukunftsprojekt im Jahr 2026 ist die Sanierung des Freibads. Der Bürgermeister sprach vom größten und finanziell herausfordernden Projekt der kommenden Jahre. Steigende Anforderungen an die Technik, höhere Energieeffizienz und Sicherheit fordern, nach 50 Betriebsjahren, eine Sanierung. Trotz der Fördermittel des Freistaats Bayern, sei ein hoher finanzieller Eigenanteil der Gemeinde erforderlich. Es gehe um eine nachhaltige, vollständige Baumaßnahme.
Als weitere wichtige Vorhaben nannte Dehling, wegen der zunehmenden Starkregenereignisse, die Schaffung von Rückhaltungen im Nordwesten von Illschwang, den Bau eines Regenwasserkanals in der Wiesenstraße, die Schaffung neuer Baugebiete für junge Familien, die Weiterentwicklung von Gewerbeflächen, sowie weitere Ausbauabschnitte für den Glasfaserausbau. „Die Gemeinde Illschwang wird ihren eingeschlagenen Weg mit Augenmaß, Transparenz und Bürgernähe fortsetzen,“ machte Dehling den Anwesenden deutlich.
Ein persönliches Wort, bezüglich der Kommunalwahlen, stand am Ende seiner Rede. Er betonte: „Ich stelle mich erneut zur Wahl. Mein Ziel ist es, weitere positive Entwicklungen, als Bürgermeister, voranzutreiben.“ Er dankte allen Gemeindebürgern, die sich bereit erklärt haben, im demokratischen Verständnis, für ein Amt im Gemeinderat zu kandidieren.
Der Landtagsabgeordnete Harald Schwartz sprach von einem Aufbruch zu neuen Zielen. „Uns geht es insgesamt recht gut. Jammern hilft nicht weiter,“ machte er deutlich. Der stellvertretende Landrat Franz Mädler zeigte sich beeindruckt von der Erfolgsbilanz der Gemeinde Illschwang. Es gelte bei den Wahlen zusammenzustehen, um die demokratischen Kräfte zu stärken. Mädler wünschte sich, trotz aller Sorgen, mehr Optimismus.
Im Anschluss bestand für die Gäste ausreichend die Möglichkeit, sich, in regen Gesprächen, auszutauschen.
von Norbert Weis













