Neue Kooperation sichert regionale Wasserversorgung

Neue Kooperation sichert regionale Wasserversorgung

Nach zweijähriger erfolgreicher Testphase haben die beiden Zweckverbände Zweckverband Schwend-Poppberg-Gruppe und Zweckverband Illschwang-Gruppe nun offiziell eine Kooperationsvereinbarung zur personellen Zusammenarbeit geschlossen. Die Zusammenarbeit hatte sich auch deshalb angeboten, weil beide Verbände verwaltungstechnisch in der Verwaltungsgemeinschaft Illschwang betreut werden und bereits seit Jahren eng zusammenarbeiten.

Ziel der Vereinbarung ist es, den steigenden gesetzlichen Anforderungen sowie den Vorgaben des Arbeitszeitgesetzes dauerhaft gerecht zu werden und gleichzeitig einen funktionierenden Bereitschaftsdienst sicherzustellen.

Kern der Kooperation ist die gemeinsame Nutzung des technischen Personals. Durch diese neue Struktur können beide Wasserversorger künftig mit drei Fachkräften zuverlässig betrieben werden: Wassermeister Peter Kölbel, Fachkraft Klaus Loss und Wasserwart Ernst Herbst übernehmen gemeinsam die Betreuung der Anlagen und Netze.

Ohne diese Zusammenarbeit hätte jeder Verband mindestens zwei Vollzeitkräfte vorhalten müssen. Besonders in Urlaubs- oder Krankheitszeiten wäre dies mit erheblichen Risiken verbunden gewesen, da einzelne Mitarbeiter zeitweise allein verantwortlich gewesen wären. Die neue Konstellation sorgt nun für mehr Sicherheit, Entlastung und Verlässlichkeit im Betrieb.

Auch im organisatorischen und finanziellen Bereich bringt die Kooperation deutliche Vorteile. Die anfallenden Kosten für Personal, den Kauf von Geräten und Maschinen werden künftig gemeinsam getragen. Ebenso steht der Fuhrpark nun beiden Verbandsgebieten zur Verfügung. Die durch die Zusammenarbeit entstehenden Kosten werden über einen festen Schlüssel fair auf beide Verbände aufgeteilt.

Initiiert wurde die Zusammenarbeit maßgeblich von Elmar Halk, der sich frühzeitig für eine engere Vernetzung der regionalen Wasserversorger eingesetzt hatte. Er zeigt sich überzeugt: „Ich bin mir sicher, dass am Jahresende bei beiden Verbänden in der Summe ein Pluszeichen stehen wird.“ Halk bringt dabei umfangreiche Erfahrung mit, da er selbst eine Kooperation von fünf Wasserversorgungen leitet.

Im Mittelpunkt der neuen Vereinbarung steht dabei das wichtigste Lebensmittel: Trinkwasser. „Hier geht es nicht um ‚dein‘ oder ‚mein‘ Wasser, sondern um eine gemeinsame Aufgabe die sichere Versorgung aller Abnehmer mit höchster Qualität“, betonen die Verantwortlichen.

Auch Dieter Dehling zeigt sich überzeugt vom eingeschlagenen Weg: „Nach anfänglicher Skepsis bin ich heute voll überzeugt. Die Nutzung von Synergieeffekten untereinander ist die Zukunft regionaler Wasserversorger.“

Von der Kooperation profitieren alle Beteiligten: die Anschlussnehmer durch eine stabile und sichere Versorgung, die Mitarbeiter durch bessere Arbeitsbedingungen und die Verbände durch eine effizientere Organisation und geringere Kosten. Die Zusammenarbeit gilt damit als zukunftsweisendes Modell für eine nachhaltige und wirtschaftliche Wasserversorgung in der Region.

Betreut werden nun:  210 Km Wasserleitungen 

                                    2010 Hausanschlüsse

                                    5800 Versorgte Einwohner

                                    6 Tiefbrunnen

                                    6 Hochbehälter

                                    3 Wasserwerke und Pumpstationen

 

Bild Norbert Weis
Text Elmar Halk