24 Okt. Carolin Streller, pastorale Mitarbeiterin im Pfarrverband Illschwang / Kastl/ Ursensollen
Carolin Streller befindet sich in der Diözese Eichstätt auf dem Weg zur Ausbildung als Pastoralreferentin. Als pastorale Mitarbeiterin ist sie seit 1. September 2025 im Pfarrverband Illschwang/Kastl/Ursensollen mit 19 Stunden tätig.
Gemeinsam mit dem zuständigen Pfarrer Johannes Arweck traf sich Carolin Streller in Illschwang mit Oberpfalz-Medien. Die Öffentlichkeit soll mehr über sie persönlich, aber auch über ihre gegenwärtigen Aufgaben als neue Mitarbeiterin im Pfarrverband erfahren. Die 26-Jährige stammt aus einem sehr christlich geprägten Elternhaus. Opa und Oma sind schon seit einigen Jahrzehnten im Pfarrverband Gungolding/Schambach/Walting. Seit ihrer Erstkommunion war Carolin als Ministrantin tätig. Im Gespräch erzählte sie, dass der dortige Pfarrer Michael Krüger für sie ein wichtiger Wegbegleiter war.
Am Gabrieli-Gymnasium in Eichstätt machte sie ihr Abitur. Sie begann schon in jungen Jahren Querflöte zu spielen. An diesem musischen Gymnasium konnte sie ihre Fähigkeiten auf diesem Instrument, dank hervorragender Förderung, entsprechen ausbauen. „Mit Musik kann man so viel ausdrücken, was mit Worten gar nicht möglich ist,“ sagte sie im Gespräch. Carolin hat auch eine künstlerische Ader. Sie hat schon eine Reihe anspruchsvoller Bilder gemalt.
Ursprünglich war für sie, nach dem Abitur, ihr Berufswunsch, Architektin zu werden. Ihre Eltern waren von dieser Idee nicht begeistert. Ein Projekt in ihrer Pfarrei, mit dem Namen „Herzblut“ gab ihr eine neue Ausrichtung für ihr zukünftiges Leben. Dabei waren Leute gesucht, die Zeugnis ihres christlichen Lebens geben. Carolin gefiel dies sehr gut. Beim anschließenden gemütlichen Teil konnte die Thematik, mit den beiden Referenten, vertieft werden.
Dies führte bei ihr zu dem Entschluss, in Eichstätt, ein Jahr lang, bei „Youjahr“ mitzumachen. Im Mittelpunkt des christlichen Orientierungsjahrs stand die Frage „Wie will ich, in meinem Leben weitermachen?“ Das Angebot war stark auf junge Leute ausgerichtet. Sie lernte, in den 12 Monaten, neue Gottesdienstformate kennen. Die Inhalte waren nicht trocken, sondern wurden lebendig vermittelt. Gut gefallen hat ihr, dass philosophische Gedanken nicht zu kurz kamen. Beim Gespräch mit Oberpfalzmedien betonte sie: „Für mich war es ein Jahr gelebten Glaubens. Es entstand in mir die Sehnsucht, meine Freude am Glauben weiterzugeben.“ Zu der Gruppe, die damals bei „Youjahr“ mitmachten, gehörte auch Cornelia Dürgner aus Illschwang, die heuer ihre Ausbildung zur Gemeindereferentin abgeschlossen hat und in einer Pfarrei in Stuttgart eingesetzt ist.
Carolin Streller entschloss sich Pastoralreferentin zu werden. An der Universität in Eichstätt begann sie ein Theologiestudium, zwei Semester davon absolvierte sie an der Universität in Wien. Im Februar 2026 schließt sie das Studium ab.
Stand bisher die Theorie im Mittelpunkt der Ausbildung, kommt jetzt seit September die Praxis hinzu. Dazu machte Pfarrer Johannes Arweck einige Ausführungen. Er wies darauf hin, dass die Zahl der Studierenden für eine kirchliche Tätigkeit immer weniger wird. Deshalb hat sich die katholische Kirche Gedanken, hinsichtlich einer flexibleren Gestaltung des Studiums, gemacht. Dazu gehöre die Einbindung in die Arbeit in den Pfarreien. „Es ist ein großes Geschenk für den Pfarrverband, dass Carolin Streller in den drei Pfarreien tätig ist,“ machte Arweck deutlich. Er ergänzte: „Bisher blieben manche Möglichkeiten für zusätzliche Angebote offen, dies kann sich nun ändern.“
In den nächsten Monaten ist die pastorale Mitarbeiterin aktiv bei der Ministranten Arbeit, bei der Vorbereitung der Kinder auf die Erstkommunion 2026 in Kastl, als größtem Projekt, bei der Mitarbeit in der Vorbereitung eines Krippenspiels, ebenfalls in Kastl und bei der musikalischen Mitgestaltung von Gottesdiensten im Seniorenheim in Kastl. Wichtig ist es für die auch
Carolin kommt aus einem rein katholischen Gebiet. Umso interessanter ist es für sie, einen Einblick in die simultane Situation in der Pfarrei Illschwang zu bekommen. Dies konnte sie bereits bei einem Dämmerschoppen und bei einem ökumenischen Seniorennachmittag.
Pfarrer Johannes Arweck wies darauf hin, dass es seit Frühjahr 2025 mit Bettina Bösl, die aus Kastl stammt und jetzt in Brunn, in der Marktgemeinde Lauterhofen wohnt, sogar noch eine zweite pastorale Mitarbeiterin, mit fünf Stunden Mitarbeit, im Pfarrverband gibt. Sie bietet einmal im Monat in Kastl und Ursensollen Kleinkindergottesdienste an. Bedingt durch drei noch ganz kleine Kinder kann sie sich zurzeit nicht stärker einbringen. Dies war auch der Grund, dass sie nicht am Vorstellungsgespräch teilnehmen konnte.
Arweck äußerte sich abschließend zu den gegenwärtig vielen personellen Möglichkeiten im Pfarrverband. Es bestehe gezielt die Möglichkeit, vom Kleinkind bis zu den Senioren, Angebote zu schaffen und Kontakte zu knüpfen. Er betonte: „Als Kirche wollen wir mitten im Leben stehen, Kontakte knüpfen und vielseitige Akzente setzen.“ Mit einem Pfarrer, einem indischen Pfarrvikar, einer Religionslehrerin im Kirchendienst, sowie zwei pastoralen Mitarbeiterinnen sieht er den Pfarrverband, für die Herausforderungen der Zukunft, gut aufgestellt.
von Norbert Weis
