ILE Oberpfälzer Alb stellt Veronika Schmalzl als Umsetzungsbegleitung vor

ILE Oberpfälzer Alb stellt Veronika Schmalzl als Umsetzungsbegleitung vor

Seit 1.Januar 2026 ist Veronika Schmalzl als Umsetzungsbegleitung der ILE Oberpfälzer Alb im Amt. Sie hat ihr Büro im alten Rathaus in Illschwang bezogen. Im Rahmen eines Treffens wurde die Regionalmanagerin offiziell vorgestellt.

Nach dem Abitur am HCA-Gymnasium in Sulzbach-Rosenberg studierte sie von 2010 bis 2013 Tourismusmanagement in Kempten. Veronika Schmalzl war danach im Landratsamt Amberg-Sulzbach für die LAG (Lokale Aktionsgruppe) tätig. Ihre Hauptaufgabe bestand darin, Mittel der Europäischen Union (EU), im Rahmen der LEADER-Förderung an die Bürger zu bringen. Sie kümmerte sich, im Rahmen des Projektmanagements, von der Idee bis zur Abrechnung um alles. Zuständig war sie nicht nur für den Landkreis, sondern auch für die Stadt Amberg. Nach der Geburt ihres dritten Kindes noch in Elternzeit, erweckte die Ausschreibung der Stelle der Umsetzungsbegleitung der ILE Oberpfälzer Alb ihr besonderes Interesse. Die gebürtige Birgländerin entschloss sich zur Bewerbung. Sie setzte sich gegen vier Mitbewerber(innen) durch. Im Büro in Illschwang ist sie am Montag, Mittwoch und Donnerstag von 8 bis 14 Uhr erreichbar. Ihre e-Mailadresse lautet: schmalzl@illschwang.eu.

Im Vorfeld des Treffens fand ein Gespräch des stellvertretenden Sprechers der ILE Illschwangs Bürgermeistermeister Dieter Dehling und von Veronika Schmalzl mit Oberpfalzmedien statt. Dabei betont Dehling, dass es für die fünf beteiligten Gemeinden Illschwang, Birgland, Weigendorf, Neukirchen und Etzelwang wichtig ist eine Umsetzungsbegleitung zu haben, die zentraler Ansprechpartner für alle Fragen ist.

Dehling erinnerte an den Juni 2024, als die fünf Kommunen die Kooperationsvereinbarung zur Gründung der ILE Oberpfälzer Alb unterschrieben haben. Ziel war es, im westlichen Landkreis einen gemeinsamen interkommunalen Weg zu begehen. Als Vorbild galt die AOVE im östlichen Landkreisteil. In Zusammenarbeit der Gemeinden, unter Einbeziehung der Öffentlichkeit, erfolgte die Erarbeitung eines Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts (ILEK). Es umfasst ein Aktionsprogramm mit Maßnahmen und Projekten. Das Gesamtkonzept wurde im Oktober 2025 vorgestellt. Einen Monat später überreichte der Leiter des Amts für Ländliche Entwicklung im Landratsamt die Urkunden für den offiziellen Start. Symbolisch dazu gehörte die Pflanzung eines Obstbaums in den fünf Gemeinden. Von den fünf Bürgermeistern wurde Peter Achatzi zum Sprecher der ILE-Lenkungsgruppe und Dieter Dehling zu seinem Stellvertreter gewählt. Am 1.Mai wird es, nach den Bürgermeisterwahlen, einige personelle Veränderungen geben.

Erste große Maßnahme der ILE war Anfang 2026 die Vergabe eines Regionalbudgets für die Förderung von Kleinprojekten von Vereinen, Institutionen oder Privatpersonen, welche für die Allgemeinheit von Nutzen sind. Das Budget umfasst insgesamt 50.000 €, wovon 45.000 € vom Amt für Ländliche Entwicklung bereitgestellt werden. Hinzu kommen noch je 1000 € von den fünf Gemeinden. Das Projekt kam sehr gut an. Insgesamt wurden 27 Anträge, mit einem Volumen von 150.000 €, gestellt. Wer gefördert wird, lag bei der ILE- Entscheidungsgruppe. Grundlage waren sechs Kriterien mit unterschiedlicher Gewichtung. Es mussten 15 Punkte erreicht werden. 12 Maßnahmen werden gefördert. Es gibt jeweils 80 Prozent der Gesamtsumme, wobei die Deckelung bei 10.000 €

Die ILE präsentierte sich Anfang März am Landkreisstand bei der Freizeitmesse in Nürnberg. Für 2026 ist erstmals ein gemeinsames Ferienprogramm geplant. Man will die Gastwirte in der Region an einen Tisch holen, um deren Erwartungen abzuklären. Dazu passt die Schaffung eines ILE Rad- oder Wanderweges, um die Gasthäuser in den fünf Gemeinden zu stärken.

von Norbert Weis