21 Nov. Novembersitzung des Gemeinderats Illschwang 2025
Auf Grund der zu erwartenden hohen Wahlbeteiligung von 90 Prozent bei den Kommunalwahlen auf 8.März 2026 wird es in der Gemeinde Illschwang drei Urnen- und vier Briefwahllokale geben. Dies beschloss der Gemeinderat in der Novembersitzung.
Urnen-, wie auch Briefwahllokale befinden sich in der Grundschule Illschwang. Zum Stand 17. Oktober 2025 gibt es in der Gemeinde 1724 Wahlberechtigte. Bei einer geschätzten Wahlbeteiligung von 90 Prozent ergibt dies 1552 Wähler. Der Briefwahlanteil, so Bürgermeister Dieter Dehling, könnte, erfahrungsgemäß bei 60 Prozent liegen, was 621 Urnenwähler und 931 Briefwähler bedeuten würde.
Dehling erinnerte, in diesem Zusammenhang, an die Kommunalwahlen 2020, als es nur einen Briefwahlbezirk gab. Die dort eingesetzten Wahlhelfer mussten ca. 650 Wahlbriefe auszählen. Erst am Montagmorgen waren sie, nachdem die Nacht durchgearbeitet worden war, mit der Auszählung des Kreistags fertig.
Dieser Umstand sollte bei den Wahlen 2026, nach Ansicht Dehlings, unbedingt vermieden werden. Henner Wasmuth wies darauf hin, dass von den Fraktionen möglichst viele Wahlhelfer gefunden werden sollten, um den Auszählvorgang zeitlich zu verkürzen. Gemeinderat Pirner meinte, dass es auf Grund der reduzierten Zahl von 14 Kandidaten für den Gemeinderat, je Liste, es insgesamt schneller gehen müsste. Gabi Pirner schlug vor, gegebenenfalls, wenn es zu lange dauert, in der Nacht zu unterbrechen und am Morgen fertig zu zählen. Der Gemeinderat folgte einstimmig dem Vorschlag des Bürgermeisters, dass es bei den Kommunalwahlen 2026 drei Urnenwahllokale und vier Briefwahllokale gibt. Durch die Neufestlegung sei, bei 90 Prozent Wahlbeteiligung, mit ca. 200 Wählern je Urnenlokal und ca. 230 Eingängen je Briefwahlbezirk zu rechnen. Die Stimmenauszählung erfolgt mit Unterstützung elektronischer Hilfsmittel.
Keine Einwände hatten die Räte auch, bezüglich der Besetzung des Wahlvorstands. Martin Schmidt wurde zum Wahlleiter, Marlene Knarr zu seiner Stellvertreterin bestimmt. Ein weiteres Wahlthema war die Anpassung des Erfrischungsgelds für die Helfer. Dieter Dehling wies darauf hin, dass die Arbeitsbelastung und der zeitliche Aufwand für die Helfer größer ist als zum Beispiel bei Bundestags- und Landtagswahlen. Dies sollte bei der Höhe des Erfrischungsgeldes berücksichtigt werden. Die Räte folgten auch hier dem Vorschlag der Verwaltung: für die Wahlvorsteher und Schriftführer gibt es 100 €, für die jeweiligen Stellvertreter 80 € und die Beisitzer 60 €. Zusätzlich gibt es für die Teilnahme an der Wahlhelferschulung 10 €. Der Landkreis übernimmt die Hälfte der anfallenden Kosten.
In einem weiteren Tagesordnungspunkt ging es um die Beteiligung der Gemeinde am Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Sportstätten, konkret für Illschwang um die Sanierung des Freibads. Die Gemeinde, so Dieter Dehling, wartet zurzeit auf die Förderzusage des Projekts durch die Bayerische Staatsregierung. Unabhängig davon stehe einer zusätzlichen Förderung durch Bundesmittel nichts im Wege. Nach kurzer Diskussion fassten die Räte den Beschluss, dass der Bürgermeister ermächtigt wird, einen Fördermitttelantrag an den Bund zu stellen.
Ein Thema in der Novembersitzung war die Erinnerung an Befreiungsanträge, hinsichtlich der Kleineinleiterabgabe für 2025. Der Freistaat Bayern erhebt jedes Jahr von den Gemeinden, stellvertretend für die Bürger, deren Grundstücke nicht an ein öffentliches Kanalisationssystem angeschlossen sind, eine Kleineinleiterabgabe. Die Gemeinden sind berechtigt, diese, mittels Kommunalabgabe, auf die Eigentümer der Grundstücke, umzulegen. Der Abgabesatz in der Gemeinde Illschwang beträgt 17,70 € pro Einwohner. Es kann von dieser Abgabe befreit werden, wenn die entsprechende Technik eingehalten und die ordnungsgemäße Beseitigung des Klärschlamms gesichert ist. Anträge auf Befreiung müssen bis spätestens 20.02.2026 bei der Gemeindeverwaltung eingehen.
Keine Einwände gab es, von Seiten des Gemeinderats, hinsichtlich des Tektur Plans zur Erweiterung des Wellnessbereichs im Landhotel Weißes Roß. Es geht konkret darum, den Rundgang um einen Pool begehbar zu machen. Dafür musste ein Stück der Mauer entfernt werden.
Neuigkeiten hatte der Bürgermeister, bezüglich der Poststation beim Rathaus. Die Firma Margraf sorgt für das Fundament. Dehling hofft, dass die Bürger die Station zu Beginn des neuen Jahres nutzen können.
2.Bürgermeister Benjamin Hiltl berichtete über das diesjährige Jugendforum. 17 Vereine und Gruppierungen hatten einen Überblick über ihre Aktivitäten gegeben. Hinsichtlich der Förderung gibt es 6 € pro Kind oder Jugendlichem. Allerdings ist die Gesamtförderung bei 500 € gedeckelt, unabhängig wie viele Mitglieder es sind. Insgesamt liegt der Gesamtbetrag bei 4720 €. Höchst erfreulich sei, in diesem Zusammenhang, eine Spende von 3500 €, für die Jugendarbeit in der Gemeinde, vom Planungsbüro Herbert Dumhard. Das Unternehmen war am Erweiterungsbau von Feuerwehrhaus und Bauhof beteiligt.
Begonnen hatte die Sitzung mit der Auszeichnung des neuen Gemeinderatsschützenkönigs. Dazu ergriff der 1.Schützenmeister des Schützenvereins Illschwang Werner Gleißner das Wort. Der Wettbewerb wurde heuer zum 12.Mal durchgeführt. Erfreulich sei, dass sich 13 Schützinnen und Schützen beteiligt haben. Mit einem 191,4 Teiler war Henner Wasmuth nicht zu schlagen. Er tritt als neuer Gemeinderatsschützenkönig die Nachfolge von Werner Englhard an. Aus der Hand von Werner Gleißner nahm Wasmuth die Königsscheibe, mit dem Bild des Dorfensembles, in der Mitte, entgegen. 1.Ritter wurde Benjamin Hiltl mit einem 202,0 Teiler, gefolgt vom 2.Ritter Richard Koller mit einem 303,3 Teiler. Bei dem Wettbewerb im Schützenheim gab es auch noch ein Schießen auf die Scheiben „Meister“ und „Glück“. Bei „Meister“ war ebenfalls Henner Wasmuth erfolgreich, bei „Glück“ gewann Gabi Pirner.
von Norbert Weis
