Aprilsitzung des Gemeinderats Illschwang

Aprilsitzung des Gemeinderats Illschwang

Der Illschwanger Gemeinderat stimmte der Finanzierung zur Errichtung eines Walderlebniswegs zu. Zudem beschloss er den finanziellen Antrag für die Freibadsanierung aus Bundesmitteln erneut einzureichen, in Hoffnung auf eine Doppelförderung, auch aus Mitteln des Freistaats Bayern.

Trotz der Kürze von nur 15 Minuten fasste der Gemeinderat Illschwang zwei wesentliche Beschlüsse im Hinblick auf den finanziellen Bereich. Dem Gremium lag eine genaue Kostenaufstellung bezüglich der Errichtung eines Walderlebnisweges zwischen Dietersberg und Ammerthal vor. Bürgermeister Dieter Dehling gab dazu die notwendigen Erläuterungen. Er sprach von einem ambitionierten Projekt, welches beide Gemeinden verwirklichen. Dadurch wird das touristische Angebot in der Region erweitert. Es sei vor allem für Familien mit Kindern gedacht.

Die detaillierte Kostenaufstellung unterscheidet zwischen dem finanziellen Aufwand für geplante Anschaffungen auf dem Erlebnisweg und für Spielgeräte, die von Firmen, Vereinen und öffentlichen Einrichtungen gesponsert werden. Die Nettogesamtkosten belaufen sich auf 62.681 Euro. Die teuersten Anschaffungen sind für einen Seilparcours mit 8318 Euro, eine Hügelrutsche für 2577 Euro und einen Balancierspielparcours für 1819 Euro. Durch eine LEADER-Förderung in Höhe von 60 Prozent, was einem Betrag von 37.608 Euro entspricht, bleibt für beide Gemeinden gemeinsam eine Eigenbeteiligung von 36.982 Euro. Dieser Betrag wird je zur Hälfte zwischen Illschwang und Ammerthal aufgeteilt. Die Gemeinderäte erteilten ihre Zustimmung.

Der zweite wesentliche Beschluss betrifft die finanzielle Förderung der geplanten umfassenden Freibadsanierung. Konkret ging es dabei um einen erneuten Projektaufruf für das Jahr 2026, um im Rahmen eines Programms für die Sanierung kommunaler Sportstätten Berücksichtigung zu finden. Bereits im Herbst 2025 hatte die Gemeinde einen Antrag gestellt, doch hatte Illschwang im vergangenen Jahr keine Berücksichtigung gefunden.

Nach den Worten des Bürgermeisters habe es wesentlich mehr Anträge auf Förderung gegeben, als finanzielle Mittel zur Verfügung standen. MdB Susanne Hierl habe den Rat gegeben, sich heuer erneut zu bewerben. Ergänzend wies Dieter Dehling darauf hin, dass für Ende April der Bescheid des Freistaats Bayern über eine voraussichtliche Förderung von 55 Prozent zu erwarten sei. Das Gremium beschloss, dass die Gemeinde für 2026 einen Antrag für das Bundesprogramm für kommunalen Sportstättenbau stellen solle. Eine Doppelförderung der Sanierungsmaßnahme sei möglich.

Zustimmung fand ein Bauantrag eines Bürgers aus Einsricht, der einen Umbau und Ausbau der Garagen plant. Keine Einwände gab es gegen die Neuwahl der Kommandanten der Feuerwehr Angfeld. Klaus Kölbel wurde als Kommandant wiedergewählt. Neu ist Lukas Maul, der die Nachfolge von Benjamin Hiltl antritt. Hiltl ist Vorsitzender der Wehr. Maul wird demnächst einen Lehrgang zur Leitung einer Feuerwehr besuchen.

Gerald Habermehl bemängelte, dass sich in Illschwang noch ein Plakat der AfD an einem Laternenmast befindet. Nach Ansicht Dehlings werde der Gemeinde nichts anderes übrig bleiben, als dieses selbst zu beseitigen. Die offizielle Verabschiedung der drei ausscheidenden Gemeinderäte findet im Rahmen der konstituierenden Sitzung des neuen Gremiums am 6. Mai statt.

von Norbert Weis