10 Mai Maisitzung des Gemeinderates Illschwang
Von Norbert Weis
In der Maisitzung hatte der neue Gemeinderat Illschwang noch eine Reihe weiterer Tagesordnungspunkte zu behandeln. Sie betrafen den Jahresbedarf der Feuerwehren, verschiedene Baumaßnahmen und weniger gute Nachrichten zur Freibadsanierung.
Die Gemeindefeuerwehren hatten im Vorfeld der Sitzung ihren Bedarf an Kleidung und Anschaffungen, mit den jeweiligen Kosten zusammengestellt. Der neue Kommandant der FF Illschwang Julian Donath gab dazu entsprechende Erläuterungen. Für die vier Gemeindewehren und die Gemeindejugendfeuerwehr belaufen sich die Anschaffungen für Kleidung auf insgesamt 7340 €. Bei den Anschaffungen liegt der Betrag für die Stützpunktfeuerwehr bei 7252€. Die teuersten Anschaffungen sind ein Funkkoffer AFS für 4500€ und Hebekissen für 1600€. Wesentlich geringer sind die Wünsche der anderen Wehren. Sie liegen bei der FF Angfeld bei 1100€ und bei der FF Dietersberg bei 318€. Bei der FF Augsberg sind keine Anschaffungen geplant.
Ein großer finanzieller Brocken sind die laufenden Kosten. Insgesamt sind dafür 90700€ eingeplant. Davon machen allein die Energiekosten für die Gebäude 45000€ aus. Die Aufwandsentschädigungen für die Kommandanten aller Wehren beträgt 7200€. Für die Pflege und Wartung der Atemschutzgeräte und Masken durch die FF Amberg werden 5000€ berücksichtigt. Geringe Kosten von 2000€ sind 2026 für Gesundheitsuntersuchungen im Zusammenhang für Führerscheine vorgesehen. In diesem Zusammenhang lobte Julian Donath den Gemeinderat. Dieser habe es in der Vergangenheit schon vielen Aktiven ermöglicht, den entsprechenden Führerschein zu machen. Das Gremium stimmte den Kosten für Kleidung, Anschaffungen und laufenden Kosten zu.
Diesbezüglich gab es von Bürgermeister eine Gegenrechnung. So habe die Gemeinde für das Jahr 2025 von den Versicherungen, wenn die Gemeindewehren bei Verkehrsunfällen im Einsatz waren, insgesamt 65.000€ zurückbekommen. Dieter Dehling gab bekannt, dass die Gemeinde für die Beschaffung eines Gerätewagens Logistik GW-L2) für das neue Einsatzfahrzeug der FF Illschwang einen Anteil von 21.000€ aus dem gewährten Staatszuschuss erhalten hat.
Das Thema Geld spielte auch bei zwei Bekanntgaben, bezüglich der Sanierung des Freibads eine Rolle. Beim Bundesprogramm Sanierung kommunaler Sportstätten hatte Illschwang für das Jahr 2025 keine Berücksichtigung gefunden. Deshalb hat man sich für 2026 neu beteiligt. Gravierender war die schlechte Nachricht, hinsichtlich einer Förderung von 55 Prozent durch den Freistaat Bayern. Bei den Beratungen zum Doppelhaushalt für dieses Jahr ist die Gemeinde leer ausgegangen. In Bayern sind insgesamt für heuer 20 Millionen für Freibadsanierungen vorgesehen. Illschwang hätte allein schon vier Millionen bekommen sollen. Dies sah der Landtag als nicht machbar. Man wurde auf einen Neuanlauf für nächstes Jahr vertröstet. Seine Enttäuschung habe Dieter Dehling auch MdL Harald Schwartz mitgeteilt. Christopher Herzog (CSU/BV) sieht ein Problem auch für 2027. Wahrscheinlich sei ein schneller Beginn der Sanierung dann auch nicht möglich. Stefanie Roth (CSU/BV) fragte an, ob nicht kleinere Bauabschnitte denkbar wären, um leichter zu finanziellen Mitteln zu kommen. Darin sah Dehling wenig Chancen. Grundsätzlich merkte er an: „Ohne die Gewährung von bayerischen Staatsmitteln sind die Kosten für eine Sanierung im Haushalt nicht darstellbar.“
Der Gemeinderat stimmte einer Reihe von Baumaßnahmen zu: Errichtung einer Garage in Augsberg, Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage und Einliegerwohnung in Illschwang, Wohnhausneubau in Haar und Neubau eines Wohnhauses mit drei Wohneinheiten, sowie zwei Garagen im Baugebiet Karl-Burger-Straße in Illschwang. Zur Kenntnis genommen wurde ein Bauantrag im Baugebiet Am Kuhberg II, welches im Freistellungsverfahren läuft. Dort ist ein neues Wohnhaus mit Einliegerwohnung und Doppelgarage geplant.