10 Juni Illschwang feiert die Vitus-Kirwa bei prächtigem Wetter
Von Norbert Weis
Bei prächtigem Wetter feierte Illschwang seine Vitus-Kirwa. 13 Paare tanzten in diesem Jahr den Kirwabaum aus. Als der Wecker rasselte standen Selina Sellner und Simon Horst als neues Oberkirwapaar fest.
Selina ist eine seit Jahren bestens bewährte Austänzerin. Mittlerweile zum siebten Mal tanzte sie heuer in Illschwang den Baum mit aus. Im vergangenen Jahr gewann sie, mit ihrem Tanzpartner Mario Meidenbauer den Kirwatanzmarathon auf Landkreisebene. Mit ihrem Freund Simon Horst tanzte sie 2026 erstmals den Baum aus. Beim alljährlichen Kirwakönigsschießen hatte er im vergangenen Jahr gewonnen. So führte unweigerlich der Weg zum Austanzen mit Selina, nachdem er zunächst gezögert hatte.
Für die Kirwaburschn ging es am Samstagfrüh in den evangelischen Kirchenwald, um den von Pfarrer Thomas Schertel gestifteten Kirwabaum einzuschlagen. Schertel ließ es sich nicht nehmen, selbst mit dabei zu sein. Er griff zwar nicht selbst zum Werkzeug, sondern beobachtete, mit großem Interesse, wie der 34 Meter große Riese fachmännisch gefällt und hergerichtet wurde. Die Baumspitze blieb heil. Die Kaltblüter von Stefan Hofmann aus Ehringsfeld brachten das Wahrzeichen zum Festplatz. In echter Handarbeit erfolgte, unter der Regie von Zimmermeister Richard Götz, das Aufstellen des Baumes. Am Abend heizten die Übler Boum im Festzelt die Stimmung musikalisch ein.
Voll besetzt war die Pfarrkirche beim Kirchweihgottesdienst am Sonntagmorgen. Die Leitung hatte Pfarrer Thomas Schertel. Die Predigt übernahm der katholische Pfarrvikar Yeruva. Er stellte den Heiligen Vitus, der als Märtyrer starb, in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Obwohl noch jung an Jahren, habe er, in der Zeit der Christenverfolgung, großes Gottvertrauen gezeigt. Yeruva sagte: „Der Glaube braucht Mut. Die Hoffnung trägt auch in schwierigen Zeiten.“ Diese Botschaft sollten evangelische, wie katholische Christen, in Zeiten weltweiter Krisen, besonders beherzigen.
Nach dem Gottesdienst machten sich die 13 Kirwapaare, mit musikalischer Begleitung, auf zum Koichlasingen. Gestärkt von den Anstrengungen, warteten die Moila im Landhotel Weißes Roß auf das Abholen durch ihre Burschen. Im gemeinsamen Zug ging es, mit den Kirchenreinbacher Spitzboum, zum Baumaustanzen. Dabei war auch ein Schafs Bätz, der von seinem Führer, bestens betreut wurde. Bereits zuvor zeigten 10 Paare, Vorschulkinder aus der Kindertagesstätte St. Vitus, dass es den Illschwangern, um den Kirwanachwuchs nicht bange sein muss. Die Birgländer Musikanten sorgten später für bodenständige Klänge. Nach der erfolgreichen Premiere 2025 fand der Mittagstisch zur Nachkirwa auch heuer großen Anklang. Über 120 Gäste, darunter auch etliche Firmen, ließen sich am Montag Spanferkel und Grillspezialitäten schmecken. Am Nachmittag waren die Mitglieder des ökumenischen Seniorenkreises zu Gast. Für sie zeigte der Kita-Nachwuchs noch einmal ihren Auftritt vom Sonntag. Die Band „Basement Power“ gestaltete den musikalischen Teil des Abends. Die Verlosung des Baums bildete den Abschluss.


























