Verabschiedung von Pfarrer Thomas Schertel in der evangelischen Kirchengemeinde Illschwang

Verabschiedung von Pfarrer Thomas Schertel in der evangelischen Kirchengemeinde Illschwang

Von Norbert Weis

14 Jahre lang war Thomas Schertel Pfarrer in der evangelischen Kirchengemeinde Illschwang. Am Sonntag wurde er, im feierlichen Rahmen, von Dekanin Ulrike Dittmar in den Ruhestand verabschiedet.

Die große Besucherzahl war Ausdruck der Beliebtheit, welche Thomas Schertel genoss. Unter den Gästen waren viele Kollegen und Kolleginnen aus dem Pfarrkapitel, Illschwangs katholischer Pfarrer Johannes Arweck, von der politischen Ebene Landrat Richard Reisinger, die Bürgermeister Dieter Dehling, Elmar Halk und Stefan Braun, sowie die Rektorin der Grundschule Gabi Pirner. Für die musikalische Gestaltung sorgten der Männergesangverein und der evangelische Kirchenchor.

Dekanin Ulrike Dittmar nannte Schertel eine Persönlichkeit, welche, über den langen Zeitraum, die Menschen in der Kirchengemeinde maßgeblich geprägt hat. Sie stellte seine große Hingabe zu seiner Arbeit besonders heraus. Mit großer Selbstverständlichkeit habe er, im letzten dreiviertel Jahr, auch noch die Vertretung in der Kirchengemeinde Fürnried übernommen. Ulrike Dittmar wünschte ihm für die nun folgende arbeitsfreie Zeit Ruhe und einen Zustand, in dem er über seine Zeit selbst bestimmen kann. Sie betonte auch, dass es bei aller persönlicher Veränderung mit Gottes Nähe und Begleitung weitergeht. Es folgte die Handauflegung, als Zeichen des Zuspruchs, um den Segen Gottes für den neuen Lebensabschnitt und zum anderen als Dank für seinen bisherigen Dienst. Die Rechte zur Ordination bleiben auch in Zukunft bestehen.

Pfarrerin Anja Matthalm erinnerte an die 14 Jahre, in denen Thomas Schertel zum Pfarrkapitel gehörte. Pfarrer Stefan Drechsler überbrachte, namens der Johanniter Unfallhilfe, den Dank für seine Bereitschaft, bei schwerwiegenden Unglücken oder Unfällen, Angehörigen, als seelsorgerischer Beistand im Landkreis Amberg-Sulzbach, zur Seite zu stehen. Die Vertrauensobfrau der evangelischen Kirchengemeinde Illschwang Anna Jobst betonte, Pfarrer Schertel sei stets nahe an den Menschen gewesen und habe mit seiner Offenheit Spuren hinterlassen. Sie bezeichnete ihn als Mensch mit Herz und Humor.

 Der katholische Pfarrer Johannes Arweck wies darauf hin, dass beide, in den sechs gemeinsamen Jahren, vertrauensvoll zusammengearbeitet haben und dabei auch zusammengewachsen sind. In den drei Simultankirchen habe es etliche ökumenische Aktionen gegeben. Das Miteinander beider Kirchengemeinden sei zu einem Gemeinschaftsprojekt geworden. Er wünschte Schertel, dass er im Ruhestand von Gottes Geist inspiriert werde.

 Landrat Richard Reisinger hob dessen Verdienste beim Zustandekommen des simultanen Kirchenradwegs hervor, der teilweise auch durch den Landkreis verläuft. Dies sei ein Beispiel für gelebte Ökumene. Illschwangs Bürgermeister Dieter Dehling sprach auch für seine Kollegen Stefan Braun und Elmar Halk. Er hob besonders Schertels Fähigkeit hervor, auf Menschen zuzugehen. Er habe in der Gemeinde mitgelebt und sich in vielfältiger Weise in die Vereine eingebracht. Bei Festen und sonstigen Veranstaltungen war er oft präsent. Besonders erwähnte Dehling sein Engagement als Vorsitzender des Diakonievereins Illschwang-Kastl. Etliche Jahre hat er an der Illschwanger Schule Religionsunterricht erteilt. Als Geschenk überreichte Dehling einen Apfelbaum mit guten Wünschen der Grundschüler.

 Michaela Purrer trug ein Gedicht vor mit manchen Anekdoten aus Schertels Wirken in Illschwang. Monika Gleißner dankte, namens des ökumenischen Seniorenkreises. Zum Abschied überreichte der stellvertretende Vorsitzende des Gartenbauvereins Lorenz Geitner dem langjährigen Mitglied eine Duft Rose, verbunden mit den besten Wünschen für den Ruhestand. Für den evangelischen Kirchengemeinde Fürnried dankte Doris Maderer für Schertels Bereitschaft, die vakante Kirchengemeinde 2025 zusätzlich mit zu betreuen.

Pfarrer Thomas Schertel dankte für Lob und gute Wünsche. Der Abschied von Illschwang falle ihm schwer. Die Anfänge seien für ihn nicht leicht gewesen. Zurückblickend sei er dankbar, dass ihm der damalige Dekan Karlhermann Schötz, auf die freie Stelle aufmerksam machte. Im Laufe der Jahre habe er sich immer besser zurechtgefunden. Er habe, neben seiner Arbeit als Pfarrer, beim Mitwirken im Posaunenchor, im Männergesangverein, beim Schafkopfen, beim Kartoffelanbau, bei den Bienen und bei Hund Bella Ausgleich und Entspannung gefunden. Dies habe den Weg zu zahlreichen Freundschaften geebnet. Sein Weg führt ihn, für die nächste Zeit, in eine Wohnung in seinem Haus in Wildenreuth, im Landkreis Tirschenreuth. Den Anwesenden wünschte er alles Gute und Gottes Segen.