Gemalte Ortsansicht von Illschwang, von vor 50 Jahren, neu im evangelischen Gemeindehaus

Gemalte Ortsansicht von Illschwang, von vor 50 Jahren, neu im evangelischen Gemeindehaus

Das evangelische Gemeindehaus in Illschwang ist um ein Kunstwerk reicher. Rosi Fischer, direkt neben der Pfarrkirche wohnend, überreichte eine, vor rund 50 Jahren, vom in der Region bestens bekannten Künstler und früheren Kunsterzieher Hans Wuttig gemalte Ortsansicht von Illschwang, an Pfarrer Thomas Schertel.

Im Gespräch mit Oberpfalzmedien erzählte Rosi Fischer, was dahintersteckt. Vor 50 Jahren war Pfarrer Joachim Maruhn als evangelischer Pfarrer, mit seiner Frau Christine, nach Illschwang gekommen.  Zuvor war er als Pfarrer in Brasilien tätig. Die Maruhns kamen mit drei Kindern, hier kam noch ein Viertes hinzu.

Der katholische Pfarrer Ernst Rohbach bat Rosi Fischer, der Familie Maruhn beim Einleben im neuen Zuhause behilflich zu sein. Es entwickelte sich vor allem mit Christine eine Freundschaft. Es entstand die Idee, die Vorschulkinder, einmal pro Woche, im Gemeindehaus zusammen zu holen, um mit ihnen zu spielen und zu basteln. Unterstützung bekamen sie von Lina Kachel, Die Zahl der Kinder, die mitmachten, wurde immer größer. Mit der Zeit wurde daraus ein Dauerangebot.

Auf Verlangen des Landratsamtes wurde die Einstellung einer Kindergärtnerin erforderlich. Erika Wuttig, Frau des bekannten Künstlers Hans Wuttig, übernahm diese Aufgabe. Damit war die Basis für den späteren Kindergarten gelegt.

 Nach zwei Jahr zog es Joachim Maruhn wieder als Pfarrer zurück nach Brasilien. Christine Maruhn zog mit ihren jetzt vier Kinder, über verschiedene Stationen zur endgültigen neuen Heimat in Schleswig-Holstein. Hans Wuttig hatte, in der Zeit, als seine Frau in Illschwang war, ein Bild der Ortsansicht gemalt. Dies erhielt Christine Maruhn zum Abschied.

Die Freundschaft mit Rosi Fischer blieb, man hatte weiter guten Kontakt. 2025 war Rosi nun erstmals in Norddeutschland zu Besuch. Dabei äußerte Christine Maruhn den ausdrücklichen Wunsch, dass das Bild im Gemeindehaus seinen endgültigen Platz erhalten sollte. Dies setzte Rosi Fischer nun in die Tat um.

von Norbert Weis