Sitzung des Gemeinderats Illschwang Januar 2026

Sitzung des Gemeinderats Illschwang Januar 2026

Im Falle einer notwenden Sanierung der Decke der Filialkirche St. Margaretha in Frankenhof ist die Gemeinde Illschwang bereit, sich mit 10.000 € zu beteiligen. Die Notwendigkeit dieser Maßnahmen wird durch baustatische Untersuchungen entschieden.

Seit einigen Monaten finden in Frankenhof keine Gottesdienste mehr statt. Dies liegt an feinen Rissen, welche auf der Decke und auch über einem Kirchenfenster sichtbar sind. Aus Sicherheitsgründen entschied sich die simultane Kirchenverwaltung zu diesem Schritt. Ehe es dort wieder kirchliche Angebote der katholischen Pfarrei und der evangelischen Kirchengemeinde gibt, muss die Ursache für die Risse herausgefunden und gegebenenfalls eine Sanierung der Decke durchgeführt werden.

Bezüglich dieser Instabilität wandte sich Pfarrer Thomas Schertel, in einem Schreiben, an den Gemeinderat. Er erwähnte, dass die simultane Kirchenverwaltung gegenwärtig nur an eine genaue Untersuchung denke, was die Statik und den Deckenputz betrifft. Das Problem sei, dass die Diözese Eichstätt einen Finanzierungsplan für den Fall einer erforderlichen umfassenden Sanierung verlangt. Bisher ist noch nichts entschieden worden.

Die Untersuchungen, so Schertel, können erst durchgeführt werden, wenn Eichstätt und die evangelische Landeskirche in München dafür grünes Licht gegeben haben. Konkret fragt die Kirchenverwaltung an, ob im Falle einer Sanierung mit einem Zuschuss der Gemeinde gerechnet werden kann. Schertel geht von einer fiktiven Summe von ca. 100.000 € aus.

Die Meinungen, bezüglich einer finanziellen Unterstützung, waren im Gemeinderat ziemlich ähnlich. Für die Außenrenovierung der Filialkirche in Frankenhof und für die aktuell noch laufenden Innenrenovierung der Filialkirche in Götzendorf hatte das Gremium einen Zuschuss von jeweils 10.000 € beschlossen. Die gleiche Summe würden die Räte auch für die aktuelle Maßnahme gewähren, sollte sie notwendig werden. Elke Pirner, die auch zum evangelischen Kirchenvorstand gehört, erläuterte, dass von Seiten des Denkmalschutzes die Instabilität der Decke festgestellt worden war. Sie befürchtet, dass im Falle einer Sanierung die 100.000 € nicht ausreichen. Der Gemeinderat beschloss, dass von Seiten der, Kommune, ein Betrag von 10.000 € im Finanzierungsplan berücksichtigt werden kann.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt ging es um eine Um- und Neuansiedlung der Metallbaufirma Hartmann von Illschwang ins Gewerbegebiet in Neuöd. Für diesen Zweck beschloss der Gemeinderat den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungs- und Grünordnungsplan Neuöd VI, sowie die Änderung des Flächennutzungsplans der Gemeinde Illschwang. Die neue Gewerbefläche hat eine Größe von ca. 2,14 Hektar. Gespräche sind noch mit der Schwend-Poppberg-Gruppe, wegen der Wasserleitung, erforderlich. Bürgermeister Dehling zeigte sich zuversichtlich, dass bis zur Februarsitzung ein Planentwurf des Planungsbüros Neidl/Neidl vorliegt. Er informierte auch über einen Bauantrag der Firma ATH Heinl im Freistellungsverfahren. Das Unternehmen erweitert den Betrieb in Neuöd durch den Neubau einer Lagerhalle.

Der Antrag auf Defizitausgleich für das Jahr 2024 der Kath. Kitas Oberpfalz GmbH in Neumarkt, zu dem auch die KITA St. Vitus in Illschwang gehört, lag dem Gemeinderat zur Entscheidung vor. Laut Vertrag muss die Kommune 80 Prozent des entstandenen Defizits des Illschwanger Kindergartens übernehmen. Bei 100.880 € insgesamt sind dies 80.704 €. Hauptfaktor des Defizits, so Dehling, seien die Personalkosten. Mit dem Träger sei man immer im Gespräch gewesen. Durch die zwischenzeitliche Erhöhung der Beiträge, verspricht sich Dehling, dass für das Abrechnungsjahr 2025 das Defizit geringer ausfällt.

Bei der Schlüsselzuweisung durch den Freistaat Bayern gibt es für die Gemeinde Illschwang 2026 ca. 198.000 € weniger. Der Grund liegt daran, dass die Kommune große Einnahmen an Gewerbesteuer hat. Dieter Dehling wies darauf hin, dass die Gemeinde immer noch auf den Förderbescheid für das Freibad wartet. Mit dem angestrebten Baubeginn im September könne es knapp werden. Der Bürgermeister berichtete, dass die Gemeinde bei der Einweihung des Erweiterungsbaus für Feuerwehr und Bauhof 500 € Spende von der VR-Bank und 250 € Spende von der Sparkasse Amberg-Sulzbach erhalten hat. Eine weitere große Spende, speziell für die Jugendarbeit, kam vom Planungsbüro Rösch.

Christopher Herzog lud zum Hallenmasters des SV Illschwang vom 30. Januar bis 1.Februar in der Krötensee-Sporthalle in Sulzbach-Rosenberg ein.

von Norbert Weis